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Klassik auf dem Schiff

9. September 2025

Auf der Queen Mary 2 gibt es einen regelmäßigen Gast: den Dirigenten Anthony Inglis mit dem National Symphony Orchestra. Sie waren auch bei unserer Überfahrt von New York nach Southampton mit an Bord!

Insgesamt gab es drei Auftritte von ungefähr einer Stunde, sowie eine Vorstellung durch Anthony Inglis selbst – also quasi eine live-Autobiographie. Außerdem hätte man an einer Generalprobe teilnehmen können, das habe ich allerdings nicht getan.

Tatsächlich ist mir bei der Vorstellung von Anthony Inglis aufgefallen, dass ich ihn schon einmal erlebt hatte – in der Royal Albert Hall zu Classical Spectacular. Das war damals ein cooles Erlebnis mit Licht- und Lasershow. Und diesen Eindruck erweckte Anthony Inglis auch, dass er eher ein Fan der seichteren Muse ist.

Der erste Auftritt stand dann unter dem Motto An American Evening. Es begann tatsächlich mit der amerikanischen Nationalhymne und wir wurden alle aufgefordert, aufzustehen. Das fanden wir etwas befremdlich. Weiter ging es mit Stars and Stripes von Sousa, was jeder in meinem Alter vor allem aus der General-Putzmittel-Werbung von 1982 kennt. Es folgten Belle of the Ball von Leroy Anderson und Liberty Bell, wieder von Sousa. Zu Liberty Bell kam sogar der Kapitän auf die Bühne, um die Glocke zu schlagen! Schließlich kam es zum Hauptact, der Rhapsody in Blue von George Gershwin. Den Abschluss bildeten Maple Leaf Rag von Scott Joplin und Sound of Music von Rogers & Hammerstein.

Die meisten Stücke kannte ich nicht, die Rhapsody in Blue allerdings in- und auswendig. Die war von der Pianistin sehr gut gespielt, allerdings war der Sound insgesamt nicht wirklich gut. Das liegt daran, dass auf dem Schiff natürlich alles verstärkt werden muss und das klang dann oft übersteuert. Außerdem ist auf der Bühne des Schiffes auch kein Platz für das große Orchester, es konnte also nur eine kleinere Mannschaft spielen. Insgesamt war ich von der Aufführung nur mittel-begeistert.

Der zweite Auftritt lief unter dem Motto British Evening. Klar, das Schiff wird natürlich von amerikanischen und englischen Gästen dominiert. Für diesen Auftritt waren Gäste aufgefordert worden sich als Chorsänger zu beteiligen. Es gab insgesamt drei Proben à eine Stunde – was nicht viel ist. Meine Freunde, dich ich auf der Reise begleitet hatte, waren dann Teil des Chores! Aber auch dieser Abend begann mit der englischen Nationalhymne. Danach folgten einige Stücke, die ich wieder nicht kannte. Anschließend Nimrod von Edward Elgar aus den Enigma Variationen. Das war das eigentliche Chorstück und für die kurze Probenzeit mit einem Laienchor (und einem professionellen Opernsänger, der zufällig auch an Bord war), war die Aufführung wirklich gelungen. Alle anderen Chorstücke wurden noch von einer professionellen Sängerin begleitet, so dass man den Chor weniger gehört hatte – das waren Rule Britannia von Thomas Arne, Jerusalem von Hubert Parry sowie Pomp & Circumstance von Edward Elgar. Bei diesen Stücken wurde auch das Publikum aufgefordert mitzusingen.

Insgesamt hatte mir der zweite Auftritt besser gefallen, wie der erste, auch, weil ich die Stücke eher kannte und sie schöner fand – weniger Märsche eben.

Der dritte Auftritt schließlich war als „klassische Musik“ angekündigt und stand unter dem Motto Music from the Theatre in the Theatre. Tatsächlich folgten vier Opernstücke, die allerdings nur instrumental aufgeführt wurden: Light Cavalry Overture von Franz von Suppé, Liebestod aus Tristan und Isolde von Richard Wagner, Waltz aus The Sleeping Beauty von Pjotr Tschaikowsky und ein Medley aus Carmen von George Bizet.

Dieser dritte Auftritt war von den drei Auftritten auf jeden Fall der beste gewesen! Musikalisch zeigte hier das Orchester – besonders in den leisen Passagen – das es wirklich ein sehr gutes Orchester ist. Gerade die Bläser fanden wir sehr gut! Am Ende wurde der Auftritt noch mit einer Zugabe belohnt!

Was mir gut gefallen hatte war, dass Anthony Inglis alle Stücke erklärt hatte. Das gibt einen guten Zugang zu den Stücken und damit macht das Hören noch mehr Spaß!

Anthony InglisEdward ElgarGeorge GershwinGeorges BizetHubert ParryNational Symphony OrchestraPjotr Iljitsch TschaikowskiQueen Mary 2Richard Wagner
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Avantgarde  / Konzertmusik  / Neue Musik  / Romantik

Thomas
Fan of Culture

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