Ich war schon überrascht, als ich gelesen habe, dass die Jussens im Dresdner Kulturpalast mit der Dresdner Philharmonie zusammen drei Konzerte hintereinander geben. Das dritte Konzert war nun das Matineekonzert für Familien – insbesondere auch für kleine Kinder. Offenbar auch eine Konzertreihe, um neues Publikum für die Philharmonie oder klassische Musik zu begeistern. Und auch diesmal war das Haus voll!
Auch das war ein moderiertes Konzert. Die Moderatorin begann dann auch ganz einfach damit, dass sie am Flügel Hänschen klein anstimmte und das Publikum mitsingen ließ. Anschließend fragte sie ab, wer im Publikum denn Klavier spielen würde und sie holte ein Mädchen von schätzungsweise 12 Jahren auf die Bühne, die tatsächlich ein Stück sehr schön vorgespielt hat. Anschließend kam die Frage welche Erwachsenen denn auch Klavier spielen würden. Ich hatte schon gesehen, dass sich die Lucas und Arthur Jussen im Vorfeld im Publikum platziert hatten. Und natürlich wurden sie dann auf die Bühne gerufen und sie haben ein vierhändiges Stück von Felix Mendelssohn Bartholdy gespielt.
Dann war es gut mit der Einleitung und es wurde das Orchester herbeigeklatscht. Diesmal war das Orchester dann auch tatsächlich teilweise in Jeans und Pulli und Sneaker. Also mit diesem Konzert war man dann bei der Alltagskleidung angekommen – und auch die Jussens waren in Jeans und Hemd!
Das Konzert war wieder das Konzert für zwei Klaviere und Orchester in E-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy, das wir schon an den beiden Tagen zuvor gehört haben. Diesmal wurde das Konzert aber jeweils noch innerhalb der Sätze unterbrochen, so dass es mit fünf Pausen aufgeführt wurde. Die Pausen wurden dann jeweils durch Interviews mit den Jussens, dem Dirigenten Nicholas Collon und von vier Musikern aus dem Orchester (Geige, Bass, Gagott und Pauke) gefüllt oder eben Hintergrundinfos zum Stück selbst.
Damit wurde das Konzert sehr bunt und unterhaltsam. Sympathisch auch, als Nicholas Collon erzählte, dass er am Abend vorher einen kleinen Jungen gesehen hat, der bei Bruckner 4 tief entschlummert ist und es hätte ihn richtig gefreut. Trotzdem haben die Kinder (bei allen Konzerten) toll durchgehalten und auch großes Interesse gezeigt. Das macht richtig Spaß!
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